ZEIT online über „Bruchlandung der Politik“ zur Innsbrucker Verbandstagung der Deutschen Burschenschaft

buschenschafter packt ausUm der Beobachtung in Deutschland zu entrinnen, weichen die Burschenschaften nach Österreich aus, schreibt ZEIT online in einem langen Stück über die Verbandstagung der Deutschen Burschenschaft in Innsbruck. Zwei Redakteure hat Zeit.de auf die Story angesetzt. Florian Gasser und Tilmann Steffen ziehen auch Parallelen zwischen der Lokalpolitik in Eisenach und Innsbruck. Ihr Urteil über die Lokalpolitik fällt vernichtend aus: „Zwei Fälle – eine Bruchlandung der Politik, die versprochen hatte, Rechtsextremisten keinen Raum zu lassen.“

Die Redakteure zeigen auch ausführlich die Bedeutung der Burschenschaften für die FPÖ auf. Burschenschafter würden seit Jahren die Politik mitbestimmen. Auch sei einer der Redner bei der Tagung Reinhard Bösch, Burschenschafter bei Teutonia Wien und Nationalratsabgeordneter. Ein zweiter Redner sei ein Vertreter der EU-Kommission. Einladende Burschenschaft wäre Brixia Innsbruck, aus deren Reihen „viele Täter der zweiten Terrorwelle in Südtirol“ gekommen sind, so die Redakteure.

Offenbar geht aber die Strategie des Ausweichens von Deutschland nach Österreich nicht auf, um der Beobachtung zu entrinnen. Leadmedien interessieren sich intensiv für die Aktivitäten der DB und ihrer Mitgliedsburschenschaften, wie der Zeit.de-Artikel zeigt. Und: „Die Kritiker mobilisieren bereits mit voller Kraft: Für den 30. November ruft die Initiative Innsbruck gegen Faschismus zur Großdemo auf. Die Polizei rechnet mit 2.000 Teilnehmern. Aus ganz aus Österreich werden Busse anrollen.“ Die Zeit-Redakteure fassen die Aktivitäten von Politik und Gesellschaft gegen den Burschenschafterbesuch in einem Satz zusammen: „Innsbruck wehrt sich gegen die feindliche Übernahme.“

… weiter im ZEIT online-Artikel „Jahrestreffen Burschenschaft“

Viele Leser haben sich auf ZEIT online zu Wort gemeldet. Hier einige Leser-Kommentare:

„Immerhin freut es mich zu lesen, dass das Treiben der Burschenschaftler nicht nur Deutschland auf massiven Widerstand trifft.“

„Wer ist denn hier so zimperlich? Hätten die Burschenschaften im 19.Jahrhundert bei Verhaftung und Folter so herumgeweint, wären sie sicherlich nicht lange am Leben geblieben. Wer austeilt muss auch einstecken können. Das gilt auch für die „Wacht am Rhein“-Fraktion.“

„Es ist immer wieder ein kleiner Schock für mich, als Deutsche, in Wien lebend, dass- und wie problemlos die Burschenschaften sich in Österreich tummeln können.“

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