Erste Stimmen zur Entscheidung: SPD beschließt Unvereinbarkeit mit Dt. Burschenschaft

logo-debeadeGestern abend hat der SPD-Parteitag einstimmig für den Antrag für die Unvereinbarkeit einer Mitgliedschaft in der Partei und in einer Burschenschaft der Dt. Burschenschaft gestimmt.

Hier einige Stimmen dazu:

„Der Unvereinbarkeitsbeschluss ist ein politischer Schmiss für die Deutsche Burschenschaft. Von einer Großen Koalition sind weitergehende Aktivitäten zu erwarten.“
Initiative „Burschenschafter gegen Neonazis“

“Aus Sicht des Lassalle-Kreises sehen wir natürlich einerseits die streng zu verurteilende Entwicklung im Dachverband der Deutschen Burschenschaft, andererseits hoffen wir mit verdienten langjährigen Genossen (und zum Teil Gewerkschaftsmitgliedern), dass sie ihre Burschenschaft bald vom Dachverband der Deutschen Burschenschaft lösen können. Dieser interne Kampf ist mühsam, da hohe Quoren bei Generalkonventen (in manchen Bünden 1 mal pro Jahr) erreicht werden müssen.”
Florian Boenigk, Vorsitzender des Lassalle-Kreises (Netzwerk der Korporierten in der SPD)

„Für uns in der Geschichte nichts Neues, denn den gleichen Beschluss fasste schließlich auch Hitlers NSDAP und die Staatspartei der DDR (SED).“
Berliner Burschenschaft Gothia auf ihrer Facebook-Seite, berichtet Spiegel Online

Spiegel Online widerlegt Gothia auch zugleich: „Ein seltsamer Vergleich: Im Mai 1936 hatte Rudolf Heß, als Stellvertreter Adolf Hitlers, zwar tatsächlich allen Mitgliedern der NSDAP verboten, Mitglied in einer studentischen Verbindung zu sein. Allerdings hatte das – anders als jetzt bei der SPD – nichts mit einer strammrechten Ausrichtung zu tun, sondern eher mit Gleichschaltung und Kontrolle. So konnten die studentischen Mitglieder sich auf eins konzentrieren: die NSDAP.“

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2 Antworten zu “Erste Stimmen zur Entscheidung: SPD beschließt Unvereinbarkeit mit Dt. Burschenschaft

  1. Ich halte diesen Beschluss für grundfalsch und bis sicher, dass er in der Realität keinen Bestand haben wird. Man darf nicht vergessen, dass man einen Lebensbund und ein politisches Bekenntnis nicht ablegt, wie einen alten Hut.

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