Politik macht Druck Nr. 3: SPD-Parteitag entscheidet über Unvereinbarkeit mit Deutscher Burschenschaft

logo-debeadeAls erste Volkspartei will die SPD eine Mitgliedschaft in der Partei und in einer Burschenschaft der Deutschen Burschenschaft für unvereinbar erklären: ein entsprechender Antrag ist für den SPD-Parteitag in Leipzig vom 14.-16.11. gestellt. Die Antragskommission hat eine Annahme des Antrages empfohlen. Details berichtet ZEIT online in ihrem Blog inkl. Link auf Antrag. Im 150. Jubiläumsjahr der SPD müsste sich nach Antragsannahme auch ihr Mitgründer und Burschenschafter Ferdinand Lasselle heutzutage entscheiden, ob er Mitglied der SPD oder der Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks sein möchte.

Gegenüber dem Blog BPA kommentiert Florian Boenigk, der Vorsitzende des Lassalle-Kreises (Netzwerk der Korporierten in der SPD), den SPD-Antrag zur DB:

„Aus Sicht des Lassalle-Kreises sehen wir natürlich einerseits die streng zu verurteilende Entwicklung im Dachverband der Deutschen Burschenschaft, andererseits hoffen wir mit verdienten langjährigen Genossen (und zum Teil Gewerkschaftsmitgliedern), dass sie ihre Burschenschaft bald vom Dachverband der Deutschen Burschenschaft lösen können. Dieser interne Kampf ist mühsam, da hohe Quoren bei Generalkonventen (in manchen Bünden 1 mal pro Jahr) erreicht werden müssen.“
Bereits 2011 hatte der Lassalle-Kreis die Entwicklungen in der Deutschen Burschenschaft scharf verurteilt (Link).

Unser Kommentar: Die SPD ist nicht allein mit ihrer Bewertung von rechten Burschenschaften. Auch die Unionsparteien gehen auf Distanz, wenn auch mit anderen politischen Mitteln. So gehörten die Burschenschaften mit CSU-Politikern in ihren Reihen zu den Ersten, die die Dt. Burschenschaft verlassen haben. Und in einem unionsregierten Bundesland, Bayern, ist eine DB-Burschenschaft im Blickwinkel des Verfassungsschutzes. Nun zeigt ein CSU-Minister einer rechten Burschenschaft die rote Karte für einen gemeinsamen öffentlichen Auftritt. Fazit: SPD und Unionsparteien haben mittlerweile eine sich ähnelnde Zielrichtung im Umgang mit rechten Burschenschaften, die sich höchstens noch bei den Maßnahmen unterscheidet.

= Der politische Druck auf rechte Burschenschafter steigt Nr. 3: SPD stimmt über Unvereinbarkeit mit DB ab

Der politische Druck auf rechte Burschenschafter steigt Nr. 2: CSU-Innenminister zeigt BG-Vorsitzenden Cimbria München die rote Karte für Feier

Der politische Druck auf rechte Burschenschafter steigt Nr. 1: Innsbrucks Politik will Dt. Burschenschafts-Veranstaltung nicht in ihrer Stadt

Advertisements

Gerne können Sie sich mit einem Kommentar in die Diskussion einbringen. Motto: Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment. Und aus gegebenem Anlass: Bitte bleiben Sie sachlich beim Kommentieren. Für den Inhalt der Kommentare sind die Kommentarschreiber verantwortlich. Und geben Sie sich einen eindeutigen Nickname, denn lauter "Anonyms" können nicht besonders gut miteinander diskutieren. Danke für Ihren Beitrag.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s