Diskussion: keinen Sinn in einem Dachverband sieht eine freie Burschenschaft

plakat-eisenach-aktuell-demokratie-ohne-schriftBurschenschaften ausserhalb von Verbandsstrukturen lechzen nicht unbedingt nach alten oder neuen Strukturen, wie zwei Beispiele zeigen. Keine Notwendigkeit für einen Dachverband sieht die Ilmenauer Burschenschaft „Baltia-Gotia Ilmenau-Köln zu Ilmenau“. Sie begründet dies u.a. mit dem Vorbild des Dachverbands Deutsche Burschenschaft, schreibt die Thüringer Allgemeine über ein Interview mit einem Mitglied: „Der im Dachverband Deutscher Burschenschaften (DB) im Mai dieses Jahres diskutierte Skandal-Antrag auf eine Zulassung von nur „arischen“ Studenten, hat den Effekt, dass der Verband von vielen Burschenschaften fallen gelassen wird. „Der DB steckt in einer Krise – uns ist das aber egal, wir gehören keinem Dachverband an. Wir sehen keinen Sinn darin“, sagt ein Burschenschafter.“

Ähnlich sieht das Kommentator Otto Framm, Burschenschafter bei einer ehemaligen DB-Vorsitzenden aus Clausthal, hier im Blog. Er kommentiert in mehreren Beiträgen (Beispiel 1, Beispiel 2): „Verband, nein danke?“ und begründet die Meinung detailliert.

Wie denken Sie darüber? Was spricht pro/contra alten Verband? Was muss ein neuer Verband leisten, z.B. in seiner Strategie gegenüber Rechtsaußen-Burschenschaften und Burschenschaftern? Distanzierung oder mehr Aktivitäten gegen Braunbuxen?

Eine Diskussion pro/contra alter und neuer Verband findet sich auch bei einem Blogartikel zur IBZ in den Kommentaren.

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2 Antworten zu “Diskussion: keinen Sinn in einem Dachverband sieht eine freie Burschenschaft

  1. So wichtig es ist über braune Ableger zu sprechen – objektiv sind sie innerhalb der ehem. DB nicht stärker vertreten gewesen als in der sonstigen Gesellschaft. Sie haben es geschafft, dass viele Burschenschafter sich vom Verband abgewendet haben. Dadurch mag heute die Braunquote statistisch innerhalb der DB größer geworden sein. Letzten Endes lachen die meisten Burschenschafter aber über die offen auftretenden Bräunlinge. Soweit diese es nicht in einen Landtag oder sonst ein bezahltes Amt in Politik oder einem Verband geschafft haben, sind sie beruflich weitgehend erfolglos. Diejenigen, die ich kenne, sind gute Beispiele dafür, welche Berufs- und Lebensbahn ein Burschenschafter nicht einschlagen sollte. Zivilversager, die in der normalen Gesellschaft und im Berufsleben kaum ihr Auskommen finden. Eigentlich arme Würste.

    Brauchen arme Würste einen eigenen Verband? Möglicherweise. Vielleicht benennt die DB sich konsequenterweise in KAW (Kette Armer Würstchen) um. Wahrscheinlich wird sie es nicht tun.

    Was die einzelnen Burschenschaften angeht, bedarf es eines Verbandes. Ehe sich etwas vernünftiges findet, wird es aber noch einige Zeit brauchen. Zu schnell „irgend etwas“ auf die Beine zu stellen, bringt nichts. Aber der große Vorteil eines Verbandes ist, dass Studienortwechsel erleichtert werden. Bekanntschaften mit Studenten aus anderen Hochschulorten werden geschlossen. Und die einzelne Burschenschaft kocht nicht so sehr im eigenen Süppchen.

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