Dritte Burschenschaft im VS-Bericht: Dresdensia-Rugia Gießen wird vom Verfassungsschutz Hessens als Verdachtsfall geführt

kitchenDer Hessische Verfassungsschutz hat den Jahresbericht 2012 vorgestellt. Im Kapitel „Rechtsextremismus“ führt er die Burschenschaft Dresdensia-Rugia Gießen erstmals nach 2006 wieder auf und nennt sie „Verdachtsfall“. Der Verfassungsschutz begründet die Einordnung: „Seit Mitte der 1990er Jahre sind fortlaufend Personen mit rechtsextremistischem Hintergrund, darunter auch Funktionäre der NPD, in Erscheinung getreten, die der Aktivitas bzw. dem Altherrenverband der Burschenschaft Dresdensia-Rugia zu Gießen, die vom LfV Hessen als Verdachtsfall geführt wird, angehören. Mitunter wurden Personen mit Bezügen ins rechtsextremistische Spektrum zu Vorträgen eingeladen. Dabei ging die Burschenschaft stets konspirativ vor: Sie machte allenfalls die Vortragsveranstaltung öffentlich, nicht jedoch den Namen des Referenten oder das Thema des Vortrags. In der Regel nahmen an solchen Veranstaltungen zumindest vereinzelt Rechtsextremisten teil.“

Link zum hessischen Verfassungsschutz, Jahresbericht 2012 in Navigationsleiste rechts downloadbar, Seite 96/97 über Dresdensia: Infoklick. Über Erwähnungen von Dresdensia-Rugia in den Jahren 2006 und zuvor in Verfassungsschutzberichten schrieb der Hessische Rundfunk. In Hessen sollen fünf Burschenschaften in Kontakt „mit rechtsextremistischen Gruppierungen“ stehen, warnte Hessens Innenminister Boris Rhein bereits 2012 (Link).

Dresdensia-Rugia ist bereits die dritte Burschenschaft mit Erwähnung in einem Verfassungsschutzbericht des Jahres 2012. Danubia München ist im bayerischen Verfassungsschutzbericht aufgeführt, die pennale Burschenschaft Chattia Friedberg zu Hamburg im Hamburger Bericht. In NRW hat der Innenminister festgestellt, dass Burschenschaften eine Zielgruppe von Rechtsextremisten sind (Link).

Die rechten Burschenschaften Dresdensia-Rugia und Danubia sollten im Herbst 2012 bei einem Sonderburschentag auf Antrag der liberalen Burschenschaften Germania Braunschweig und Thuringia Berlin aus der Dt. Burschenschaft ausgeschlossen werden. Nicht einmal auf die Tagesordnung schafften es die Anträge. Die beiden liberalen Burschenschaften sind nicht mehr Mitglied des Verbandes – neben weiteren über 30 Burschenschaften.

Advertisements

Gerne können Sie sich mit einem Kommentar in die Diskussion einbringen. Motto: Farbe tragen heißt Farbe bekennen, heißt Namen nennen. So wie wir. Sonst no comment. Und aus gegebenem Anlass: Bitte bleiben Sie sachlich beim Kommentieren. Für den Inhalt der Kommentare sind die Kommentarschreiber verantwortlich. Und geben Sie sich einen eindeutigen Nickname, denn lauter "Anonyms" können nicht besonders gut miteinander diskutieren. Danke für Ihren Beitrag.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s