Buxentrends: Liberale wie NeueDB und IBZ wachsen, aber Rechte wie DB und BG schrumpfen

marke-burschenschaftNachdem seit anderthalb Jahren erstmals seit Jahrzehnten eine öffentliche und kontinuierliche Diskussion zum Thema „Liberale Buxen setzen sich gegen ganz rechte Buxen zur Wehr“ angestossen ist und weiter geführt wird, zeigen sich auch auf Verbands- und Organisationsebene die Folgen nachhaltig. Liberale Organisationen wie der Verband NeueDB und die Initiative IBZ wachsen. So nahm die NeueDB bei ihrem letzten Burschentag wieder eine Burschenschaft auf, die IBZ wuchs gar um fünf Burschenschaften bei ihrer letzten Sitzung. Beide zusammen vereinen bereits mehr als 50 liberale Burschenschaften in Deutschland.

Anders sieht es bei rechten Organisationsformen aus. Bei ihnen fällt neben Austritten auch der Unterschied zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung auf. Die Deutsche Burschenschaft verlor seit Sommer 2012 über 30 Burschenschaften durch Austritt (und meldete zwei „Neuaufnahmen“). Anderseits verbreitet die DB-Vorsitzende die Worte „Wiedereintritte“ nach einer „Abspaltungsphase“ „einzelner Bünde“ in einem rechten Portal. Auch die zweite rechte Organisationsform, die Burschenschaftliche Gemeinschaft, verlor Mitglieder – acht seit Herbst 2012. Andererseits schreibt der ZEIT-Blog über den Versuch der BG-Vorsitzenden, sich gegen eine Auflösungs-Diskussion zu stemmen. In ihrem Papier ist davon die Rede, die „BG sei für die “gesamte burschenschaftliche Bewegung”als “Hort burschenschaftlicher Positionen unverzichtbar”.

Summa summarum wären auf der rechten Seite der Waagschale in der DB noch ca. 60 deutsche Burschenschaften vertreten, schätzte vor kurzem die Politikwissenschaftlerin Dr. Alexandra Kurth (sowie ca. 20 österr. B!). Auf der liberalen Seite der Waagschale sind schon über 50 Burschenschaften organisiert. Experten der Korporationsszene gehen bereits mittelfristig von einem mindestens anderthalb mal so großen Potential aus.

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