Offener Brief: Marburger Burschenschaft Arminia (NeueDB) fordert Austritt von Marburger DB-Burschenschaften aus Dachverband

marke-burschenschaftDeutliche Worte findet die Marburger Burschenschaft Arminia (NeueDB) zu rechten Tendenzen in der Deutschen Burschenschaft. Sie schreibt und veröffentlicht einen „Offenen Brief“ an die drei DB-Burschenschaften in Marburg und fordert sie zum Austritt aus der Dt. Burschenschaft auf. Wir geben den Brief mit freundlicher Genehmigung von Arminia Marburg wieder. Auch in der Presse findet der Aufruf seine Resonanz: „Marburger Burschenschaft fordert Abkehr von Rechts“, titel die Oberhessische Presse (Print). Online ist er auf der Burschenschafts-Seite zu finden.

Die 1860 gegründete liberale Marburger Burschenschaft Arminia ist beim Burschentag der NeuenDB am letzten Wochenende in Marburg zur neuen Vorsitzenden Burschenschaft gewählt worden.

Ihr Offener Brief:

Absender: Marburger Burschenschaft Arminia
Adressat: An die Marburger Burschenschaften in der Deutschen Burschenschaft

Offener Brief an die im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ verbliebenen Burschenschaften in Marburg

Sehr geehrte Herren,

nach den immer wieder aufkommenden rechtsextremen Vorkommnissen in Ihrem Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ wird es höchste Zeit, dass Sie ein Zeichen setzen für Demokratie und für ein modernes sowie pluralistisches Deutschland und Marburg mit seiner Studentenschaft. Wir laden Sie ein, in den Kreis der demokratischen Marburger Studentenverbindungen zurückzukehren; Studentenverbindungen, die ihre Traditionen wahren, dabei aber stets reformbereit waren und mit der Zeit gingen. Studentenverbindungen, die nicht auf die Herkunft ihrer Mitglieder achten, sondern darauf, was aus ihren Mitgliedern wird, und in denen es keine Rolle spielt, ob die Mitglieder in Istanbul, Madrid oder Berlin geboren wurden, sondern mit welchen Werten ihre Mitglieder ihr späteres Leben bestreiten werden.

Seit Jahren fällt es uns schwer, der Marburger Öffentlichkeit zu vermitteln, dass die Studentenverbindungen, die seit Hunderten von Jahren das Bild unserer Alma Mater mitprägen, durch die rechtsextremen Tendenzen in der „Deutschen Burschenschaft“ und ihren Mitgliedsbünden auch in Marburg in ein völlig falsches Licht gerückt werden. Wir wollen, dass dies aufhört. Wir wollen, dass Rechtsextremismus in Burschenschaften und anderen Studentenverbindungen nie wieder ein Thema ist. Wir bitten Sie, uns dabei zu unterstützen.

Als sich vor knapp 200 Jahren Studenten gegen das herrschende System aufmachten und sich daraus die Urburschenschaft bildete, bewiesen die Studenten Mut und Engagement. Bringen Sie heute nochmals den Mut auf und treten Sie aus der Deutschen Burschenschaft aus. Sagen Sie sich los von rechtsradikalen Strömungen unter Burschenschaften. Seien Sie reformbereit: Ihre Burschenschaften werden nicht aufhören, zu existieren, wenn Sie sich Menschen mit Migrationshintergrund öffnen, wenn Sie sich unmissverständlich zu unserer Republik bekennen und ihren Grenzen und Werten, wenn Sie Rechtsradikalismus aus Ihren Reihen verbannen.

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass die Marburger Burschenschaft Arminia den offenen Rechtsradikalismus der Deutschen Burschenschaft und ihrer Mitgliedsbünde nicht mehr erträgt. Wir wollen es nicht weiter hinnehmen, dass die absurden und anachronistischen Vorstellungen der Deutschen Burschenschaft das Ansehen aller Burschenschaften und Studentenverbindungen auch in Marburg schädigen. Wir appellieren an die reformbereiten Mitglieder Ihrer Burschenschaften, die Austritte aus der Deutschen Burschenschaft voranzutreiben und sich von rechtsradikalen Mitgliedern in Ihren Bünden zu trennen.

Wir haben uns unserem Versagen als Bund und dem Versagen einzelner ehemaliger Mitglieder in der dunkelsten Epoche der deutschen Geschichte gestellt. Als es damals darauf ankam, haben uns auch unsere burschenschaftlichen Werte nicht geholfen und wir sind – wie viele andere Millionen – ins Unheil des Nationalsozialismus mitmarschiert. Die Lehre aus der Aufarbeitung und die burschenschaftliche Liebe zum Vaterland sind uns daher heute, im 21. Jahrhundert, eine Verpflichtung zu einem: „Nie wieder!“.

Die unsäglich peinlichen Anträge in Ihrem Dachverband in der jüngsten Zeit, die öffentlich bekannt wurden, sind für uns genauso abstoßend, wie viele andere Anträge in der Deutschen Burschenschaft aus den vergangenen Jahrzehnten, die in der Öffentlichkeit zum Glück nicht die entsprechende Aufmerksamkeit erhielten.

Lassen Sie Ihre Mitarbeit in allen Gremien ruhen, solange Sie sich im Umbruch befinden und noch Mitglied der Deutschen Burschenschaft sind. Zeigen Sie der Marburger Öffentlichkeit, dass Sie bereit sind, Ihre Burschenschaften ins 21. Jahrhundert zu führen. Hier haben übersteigerter Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz mehr. Kommen Sie Ihren burschenschaftlichen Verpflichtungen nach.

Wir können den Marburger Burschenschaften in der „Deutschen Burschenschaft“ nicht verbieten, zum Marburger Marktfrühschoppen zu kommen, aber wir wollen nicht verschweigen, dass wir sie dort genau so ungern sehen wie gewaltbereite Frühschoppengegner.

Wir hoffen, dass dieser offene Brief zu Nachdenken anregt und verbleiben mit burschenschaftlichen Grüßen

Die Aktivitas der Marburger Burschenschaft Arminia“

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23 Antworten zu “Offener Brief: Marburger Burschenschaft Arminia (NeueDB) fordert Austritt von Marburger DB-Burschenschaften aus Dachverband

  1. Finde ich gut, dass die Aktivitas dazu steht. Neo-Nazis sind keine Burschenschafter auch wenn sie sich ein Band umhängen. Ein Burschenschafter sollte für sein Vaterland einstehen, dazu beitragen, dass Neo-Nazis kein Bein mehr auf den Boden eines Verbindungshauses setzen und endlich, endlich, endlich wieder die Zukunft gestalten!!!

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    • Es werden in Marburg Burschenschaften zu Neo-Nazis zugeordnet, die keine haben. Die 3 DB-Bünder mögen für Marburg konservativ sein, im DB Vergleich aber eher (rechte) Mitte. Und ich denke nicht, daß es Arminia etwas bringen wird. Die Kräfte, bei denen sie sich in der Lokalpolitik anbiedern wollen, werden sich der NDB-Burschenschaften annehmen, wenn die DB-Bünder erledigt sind. Die jüngste Entscheidung zum Marktfrühschoppen macht die Trennlinien in der Stadt recht deutlich.
      Ich bitte um Nachsicht, dass ich anonym bleiben möchte.

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      • Dieser Blog widerlegt Ihre Behauptung. Ich darf an die jüngst in der DB beschlossene „Kontaktsperre“ und ähnliche mediale Offenbarungseide erinnern.

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    • Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: das Vorhandensein rechtsradikaler Verbandsbrüder ist ein burschenschaftliches Altproblem. „Student sein, wenn die Masten fallen…“; die jahrelang anhaltenden Diskussionen auf BT´s „wie deutsch muss ein Mitglied einer Burschenschaft sein“? (allein diese Fragestellung ist schon eine Zumutung); der brausende Beifall auf einem BT bei Ankündigung eines Festkommerses in einer Kneipe in Königsberg als „unerlässlicher Dienst am Vaterland“; das Absingen des Horst-Wessel Lieds auf Kneipen nach etlichen Bierchen, uswusf, das alles ist doch nicht gestern passiert, sondern zieht sich durch die Jahrzehnte. Kein (ehem.) Verbandsbruder kann mir weis machen, davon nichts gewusst zu haben. Wir haben damit gelebt, aber sie in Schach gehalten. Klartext: wir alle wussten, dass es einen Bodensatz an rechtsradikalen Burschenschafter gab/gibt.
      Erst die Nachwuchssorgen haben es ermöglicht, dass diese Konsorten in manchen Bünden die Oberhand gewonnen haben, auch dank Fahrlässigkeit der jeweiligen AH-Verbände. Dank der eminenten strukturellen Probleme im Dachverband DB (schon angedeutet) bilden die nun eine Mehrheit.
      Den liberalen Burschenschaften ist zu empfehlen, sich vorrangig damit zu beschäftigen, den eigenen Bund zu gesunden, lebensfähig zu erhalten. Irgendwelche Appelle an die sehr rechtslastige Rest-DB werden nichts fruchten, rausgeschmissene Zeit und Energie, die besser bundesintern eingesetzt werden kann.

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  2. Sehr gut! Ich hätte es begrüßt, wenn die NeueDB schon früher so deutliche Worte gefunden hätte. Inhaltlich ist dem nichts hinzu zu fügen. Ich glaube nicht, dass man von der IBZ Ähnliches erwarten kann. Hier trennt sich dann endlich die Spreu vom Weizen. Ich bin gespannt auf die Reaktionen der drei angesprochenen DB-Burschenschaften Germania, Rheinfranken und Normannia-Leipzig. Den Marburger Arminen gilt meine Hochachtung und der Wunsch nach einem „Weiter so!“ Mit Nazis darf es keine falsch verstandene „burschenschaftliche Solidarität“ geben.

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  3. @Alemin Dieser Blog beweist gar nichts! Durch den Blog hat sich nichts – rein gar nichts geändert, wenn ich mal die Aufmerksamkeitsökonomie außen vor lasse, passiert das, was sich ohnehin in den letzten Jahren abgezeichnet hat. Ich wage die Behauptung, das selbst die mediale Präsenz der Buxen nichts Beschleunigt hat, vom Berliner Bauernopfer mal abgesehen.

    Berücksichtige ich die Aufmerksamkeitsökonomie bleibt festzustellen, dass es eine Menge Marktschreier gibt, die auf einen Zug aufgesprungen sind und das für 15 minutes of fame. Die Diskussion ist weder sachlicher noch besser geworden – im gesellschaftlichen Kontext sind immer noch alle Verbindungsstudenten ewig gestrige. Das aktuell ein paar Liberale zu Wort kommen ist doch auch nur der Tatsache der „Auflage“ geschuldet … bald werden alle wieder gleicher sein.

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    • Mit diesem Argument kann man auch jegliches Engagement direkt in die Tonne treten! Konstantes Engagement von Burschenschaftern bzw. Verbindungsstudenten wird sehr wohl zeigen, dass man Neo-Nazis in den eigenen Reihen nicht länger akzeptiert. Lieber man tut überhaupt was, als dieses Trauerspiel weiterhin so hinzunehmen und einfach gar nichts zu tun.

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      • Marktschreiertum hat nichts mit Engagement zu tun! Unreflektiert mit dem Finger auf Mißstände zeigen und Ätsch zu schreien ÄNDERT nun einmal nichts auch wenn dies zeitgeistig angesagt zu sein scheint. Das trifft auch auf Jammern zu!!!

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  4. @Anonym Ich gebe Ihnen Recht und führe weiter aus: in der DB gibt es ca. 20 Neonazis und 50 Sympatisanten. Das hat ein AH der Rheinfranken auch ganz deutlich gemacht. Gelänge es, die paar Hansel aus ihren Bünden herauzudrängen – sollte es auch für liberale Bünde kein Problem sein, wieder in die DB einzutreten.
    Dazu wird es nicht kommen, denn das Feindbild wird weiter aufrechtgehalten. Der Druck auf die Korporationen wird zunehmen.

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    • Das Problem wird falsch dargestellt. Nicht das angeblich im Aufbau befindliche Feindbild hindert „liberale“ Burschenschaften am Zugehen auf DB-Burschenschaften, sondern die nachhaltige Durchdringung der DB mit antidemokratischen, völkischem und rassistischem Gedankengut bei einem Großteil der verbliebenen Mitglieder. Daran gibt es nichts zu deuteln. Die oben genannten Zahlen halte ich im übrigen keinesfalls für repräsentativ. Sie dürften wesentlich höher liegen. Nicht jeder trägt seine rechte Gesinnung öffentlich zu Markte.

      Es wäre wünschenswert, wenn nicht nur die Arminen, sondern alle Marburger Nicht-DB-Korporationen gemeinsam einen solchen offenen Brief schrieben. Und noch wünschenswerter wäre es, wenn eine entsprechende Abgrenzung auch in allen anderen Unistädten stattfände. Das könnte man dann auch nicht mehr als „Aufmerksamkeitshascherei“ diffamieren.

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      • Das Problem wird nicht falsch, sondern unvollständig dargestellt. Das „Feindbild“ oder besser rechtsradikale Burschenschafter hat es doch schon Jahrzehnte in der DB gegeben (z. B die Norbert Burgers und Konsorten). Die beherrschten jedoch keine Burschenschaften sondern waren beherrschbar (ein Tritt, denn wenn es hinten weh tut wussten auch die wo vorne war). Die Nachwuchsnot in vielen Burschenschaften hat diese Konsorten nach oben geschwemmt unter dem Motto „wird nicht so schlimm werden, Hauptsache der Bund bleibt am Leben“.
        Nein, dieses Feindbild ist nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Da gibt es sehr viel handfestere, pragmatischere Gründe:
        – was bietet eigentlich die DB dem Mitgliedsbund? Außer Kosten, Zeitaufwand, Bürokratie, Kungeleien vor völlig nutzlosen BT´s ist da nämlich nichts.
        – Das permanente Hineinregieren des Verbands in die Entscheidungen autonomer Burschenschaften, hin bis zu Selbstausschlussklauseln und RA-Gutachten, über die auf BT´s nicht mehr abgestimmt werden konnte.
        – Die Unfähigkeit des Verbands auch nur einen wirksamen Schritt zur Verbesserung der Nachwuchssituation zu unternehmen.
        – Das herrschende Ungerechtigkeitsprinzip: völlig herunter gewirtschaftete Burschenschaften mit 2 „echten“ Aktiven, 3 „ausgeliehenen“, 50 Alte Herren, alle mit einem Brustpanzer an Bändern geschmückt haben das gleiche Stimmrecht wie ein Bund mit 20 Aktiven vor Ort und 200 Alte Herren (ohne Brustpanzer).
        – Zum Abschluss das i-Tüpfchen: mein Harzer Bund hat bis zu seinem Austritt aus der DB (1996) jährlich rund DM 20.000 an die DB abgeführt. Wer will es verübeln, dass da sehr schnell eine Gegenrechnung aufgemacht wird: drei DB-Jahresbeiträge ergibt eine komplette Hausrenovierung. Wo ist denn dieses Geld besser angelegt?

        Die DB ist an ihrem Unwillen/ihrer Unfähigkeit zu Reformen gescheitert. Mein Bund, DB-Vorsitzende im Geschäftsjahr 1993, hat es versucht mit einem vorab angekündigten Reformprogramm. Wir sind auf dem BT „abgewienert“ worden wie kleine Schuljungen, auch von Burschenschaften, die heute nicht mehr DB-Mitglied sind. Da gibt es nun nichts zu bereuen: heute stehen wir mit 30 Aktiven vor Ort, 240 Alte Herren, Pflichtmensuren etcetc besser da als je zu DB-Zeiten.
        Verband? Nein danke.

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    • Und endlich auch einer, der mit seinem Namen für das einsteht, was er vorbringt.
      Ach, ich vergass, DB-Buxen dürfen sich hier ja nicht mehr namentlich äußern, sonst droht ja die allmächtige DB (Rechtsaausschuss).

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      • Lieber Uwe Strocker, das wird so gerne kolportiert, ist aber Quatsch. Die DB hat ein Verbot der aktiven Zuarbeit zum Betreiber dieses Blogs beschlossen. Binden kann dieser Beschluß nur die Mitgliedsvereinigungen. Die einzelnen Burschenschafter sind nicht unmittelbar Mitglied der DB, daher bindet sie dieser Beschluss auch nicht. Solange eine einzelne Mitgliedsvereinigung etwas entsprechendes intern nicht für die einzelnen Bundesbrüder beschließt, ist das ein zahnloser Papiertieger, der da aus Eisenach kolportiert wird.
        Hier in diesem Blog seine Ansicht zu dieser oder jener Thematik zu sagen, ist auch nach diesem Beschluss erlaubt. Und es wird auch davon Gebrauch gemacht.

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      • Lieber … (Red. Hinweis: Bitte bleiben Sie bei aller Emotionalität des Themas wie sonst auch sachlich gegenüber anderen Kommentaristen, Dankeschön).

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    • Danke für das Kompliment. Vermutlich werden Reaktionen darauf sehr überschaubar bleiben, geht es doch zu sehr in das „Buxen-Eingemachte“. Dabei gäbe es noch sehr Alltägliches zu vermelden, wie z.B. die Keilmethoden: “ bieten preisgünstige Zimmer mit allem Pipapo, in Hochschulnähe an“, um dann auf der nächsten Seite mit dem politischen „Mandat“ oder „Auftrag“ der Burschenschaften zu kommen, „Ehre, Freiheit, Vaterland“ und „Urburschenschaft“. Wer soll das noch ernst nehmen?
      Da diskutieren wir doch lieber über Aktionen des Marburger Missionsvereins, pardon der NDB-Burschenschaft Arminia und seines wohlfeilen, jedoch schlichten Aufrufs mit begrenzter Medienwirksamkeit. Ist doch so viel einfacher.

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  5. @kritischer Buxe

    Zitat:“Die DB hat ein Verbot der aktiven Zuarbeit zum Betreiber dieses Blogs beschlossen. Binden kann dieser Beschluß nur die Mitgliedsvereinigungen. Die einzelnen Burschenschafter sind nicht unmittelbar Mitglied der DB, daher bindet sie dieser Beschluss auch nicht. Solange eine einzelne Mitgliedsvereinigung etwas entsprechendes intern nicht für die einzelnen Bundesbrüder beschließt, ist das ein zahnloser Papiertieger, der da aus Eisenach kolportiert wird.
    Hier in diesem Blog seine Ansicht zu dieser oder jener Thematik zu sagen, ist auch nach diesem Beschluss erlaubt. Und es wird auch davon Gebrauch gemacht.“ Zitat Ende

    Burschenschafter, die noch welche sind und nicht wie Personen, die sich für solche halten, der ODK diktierten Resterampe angehören, brauchen keine Etüden in der sg. „Verfassung der DB“.

    Viel interessanter wäre es, wenn Sie mal begründen weshalb so ein antifreiheitlicher und somit unburschenschaftlicher Unsinn auf dem sg. „Burschentag“ der Resterampe überhaupt verhandelt und dann auch noch abgestimmt und dem zugestimmt wird, wenn denn alles so so „toll“, wie Sie hier darstellen. So wie Sie hier argumentieren machen Sie allenfalls „Comical-Walter“ Konkurrenz, der in weiter Ferne von Ehre auf der offiziellen Pressekonferenz die Journalisten bzgl. der Zahlen dreist belügt.

    Denn gelogen wurde in den letzten 20 Jahren zu viel. Da muss jetzt keiner verwundert sein, wenn Burschenschafter, die sich im Gegensatz zur Resterampe noch zur Trias „Ehre, Freiheit, Vaterland“ bekennen, die Reißleine ziehen.

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    • @Man w/o Shadow

      Bitte lesen Sie meine Beiträge hier sorgfältig durch. Sie werden feststellen, daß ich keineswegs auf ODK-Kurs bin, sondern die Dinge durchaus kritischer sehe.

      Dass in der DB gelogen wurde in den letzten Jahren ist richtig.

      Beispiel „Mr. Spon“. Als dessen Bonhoeffer-Statement in der burschenschaftlichen Öffentlichkeit bekannt wurde, begründete er es damit, dass Bonhoeffer militärische Inormationen an die Alliierten weitergegeben habe. Das lasse sich aus seiner Zugehörigkeit zum Canaris-Oster Kreis schließen. Dass Oster Informationen weitergab, ist historisch belegt. Bonhoeffer hatte kirchliche Kontakte und versuchte über diese einen Austausch zwischem dem deutschen Widerstand zu den Alliierten herzustellen. Auch das ist belegt. Dafür, dass er militärische Informationen weitergegeben hat, gibt es keinen Beleg. Das wusste „Mr. Spon“ auch, spätestens nachdem er in internen Diskussionen entsprechend informiert wurde.

      Dennoch hielt er an seiner Behauptung fest – was im Ergebnis eine Lüge über Bonhoeffer ist. Seine Kumpels von OKD & Friends hielten an ihm noch in Stuttgart trotz der Lüge fest und ließen darüber im Prinzip den Verband zerbrechen. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass der Artikel von „Mr. Spon“ auf einem Beitrag seines Kartellbruders Fred D. in einem rechten Esoterikerbuch über „Wahrheit“ beruhte.

      Was den diesen Blog betreffenden Antrag auf dem letzten Burschentag angeht: ich habe mich vor dem Burschentag von einem Bundesbruder beraten lassen, der Jurist ist. Er meinte, dass dieser Antrag unzulässig wäre und vom Rechtsausschuss kassiert werden müsste.

      Der Rechtsausschuss hat ihn nicht kassiert. Weshalb, darüber will ich nicht spkulieren.

      Auch die Vorsitzende der DB ist bislang nicht auf die Mitgliedsvereinigungen zugekommen mit der Aufforderung, diesen Antrag intern umzusetzen. Man wollte da offenbar nur Gesinnung zeigen, aber nicht in der Sache was erreichen. Mehr enthält der Antrag auch nicht.

      Nehmen Sie das ernst, Man w/o Shadow? Ich nicht.

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  6. @Kritischer Buxe
    Das Problem von Mr. Spon und seinen Freunden ist : Sie bewegen sich nur in der Diskussion ihrer Gesinnungsgenossen. Die aktuelle wissenschaftliche Diskussion um Fbr. Bonhoeffer nehmen sie gar nicht mehr wahr.
    Weil sie alles ausserhalb ihrer Gesinnungsgenossen als Verschwörung wahrnehmen scheitern sie im realen Leben.

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