Gastkommentar zu SPD-Gründer Lassalle als Burschenschafter vom Vorsitzenden des Lassalle-Kreises

marke-burschenschaftDie großen Volksparteien tun sich nicht leicht mit historisch wichtigen Persönlichkeiten in eigenen Reihen, die auch Burschenschafter waren. Für mehr Aufgeschlossenheit bei diesem Thema in Vergangenheit und Gegenwart wirbt in der SPD der Lassalle-Kreis, der „sich als organisatorisch unabhängiges Netzwerk korporierter Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Loyalität zur SPD“ versteht. Er setzt sich neben vielen anderen Themen beispielsweise in der SPD dafür ein, dass die Volkspartei mit ihrem Gründer Ferdinand Lassalle und seiner bürgerlichen Herkunft sowie Prägung als Burschenschafter offener umgeht. Einen Kommentar dazu vom Vorsitzenden des Lassalle-Kreises, Florian Boenigk, geben wir mit freundlicher Genehmigung wieder:

„Lassalle und die SPD

ein Kommentar des Vorsitzenden des Lassalle-Kreises:

Es überrascht nicht, dass die Reden über Ferdinand Lassalle, die Ehrungen und historischen Einordnungen seine Prägung als Verbindungsstudent außen vor lassen. Burschenschafter gewesen zu sein ist aktuell kein Gewinnerthema, insbesondere nicht in der SPD.

Dennoch muss man sich die demokratische Schule der Burschenschaft während Lassalles Studentenzeit genauer ansehen, um den späteren „Arbeiterfürst“ und begnadeten Rhetoriker zu verstehen. Das Reden und Debattieren lernt man in Verbindungen und ihren Mitgliederversammlungen – genannt Konvente. Diese Konvente waren damals und sind auch heute ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Meinungen und Charaktere. Oft wird in heftigen Kontroversen mühsam um einen Kompromiss gerungen – wie auf allen Ebenen unserer Partei. Andere mit Argumenten überzeugen, Gegenpositionen widerlegen, Mehrheiten schaffen – das macht den Konvent einer Studentenverbindung aus. Lassalles Jahre in seiner Verbindung waren auch seine Lehrjahre als Redner. Nicht zuletzt als Verbindungsstudent erwarb er sich das Rüstzeug und das Selbstbewusstsein für seine späteren Auftritte als Jurist und als Politiker.

Lassalles Herkunft ist bürgerliches Milieu, ein klares Bekenntnis dazu täte unserer Partei gut.

Der Lassalle-Kreis versteht sich als organisatorisch unabhängiges Netzwerk korporierter Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Loyalität zur SPD.

Wir wurden nicht von einem Gremium der SPD eingesetzt und sind daher auch nicht autorisiert, im Namen der SPD oder einer Arbeitsgemeinschaft der SPD zu sprechen. Allerdings sind alle Mitglieder des Lassalle-Kreises sowohl Sozialdemokraten als auch Korporierte. Wir sind also ein der SPD nahestehender, unabhängiger Kreis.

Der Lassalle-Kreis vereint deutschlandweit Sozialdemokraten aus allen politischen Flügeln und ist in allen Verbindungstypen vertreten.
Weitere Infos unter www.lassalle-kreis.de

Berlin, 22.05.2013, Florian Boenigk (vorsitzender@lassalle-kreis.de)“

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