Rechte Buxen werden Büge zu vereinnahmen versuchen / SPON, TAZ, SZ etc. über Burschenschafter, der Amt als Staatssekretär verlor

blitzeüberbraunbuxenkleinNachdem zunächst vor allem regionale Medien über das Thema „Berliner Staatssekretär und Burschenschafter Michael Büge verlor Amt“ berichteten, stiegen kurz darauf auch überregionale Medien ein. Spiegel.de schreibt „Lieber Burschenschafter als Ministerialer“, Junge Freiheit.de sieht eine „Linke Kampagne“, taz.de titelt „Schmissiger Abgang“, Deutschlandfunk meldet „Lieber Burschenschafter als Berliner Staatssekretär“, FAZ (Print) berichtet „Büge entlassen“. Die Süddeutsche.de bat uns für ihren Artikel „Gefeuert wegen Mitgliedschaft in einer Burschenschaft“ um eine Einordnung der Entscheidung: „Dass ein Politiker wegen seiner Mitgliedschaft in einer Burschenschaft entlassen wird, ist ein Novum“. Auch zahlreiche regionale Tageszeitungen ausserhalb Berlins berichteten, z.B. Bonner Generalanzeiger, Stuttgarter Zeitung, Frankfurter Neue Presse, Coburer Tageblatt, Fränkischer Tag, Saale-Zeitung, Bayerische Rundschau etc.

Die Entlassung begründet Büges Vorgesetzter, Gesundheitssenator Mario Czaja u.a. damit: „Die Diskussion um die Mitgliedschaft von Michael Büge in der Burschenschaft hat die Arbeit an Sachthemen in den vergangenen Monaten deutlich erschwert.“ Der schwarz-rote Senat hatte die Entscheidung am 14.5. per Pressemitteilung verkündet.

Die Grünen-Abgeordnete Anja Schillhaneck twittert einen Kommentar zu einer Facebook-Seite „Solidarität mit Michael Büge“ : „Diese Inszenierung als Opfer von Zensur und Willkür ist für mich jetzt wirklich eins zu viel“. Die Junge Union aus Büges Bezirk erklärte sich solidarisch mit ihm: „Wir als Junge Union Neukölln können nicht nachvollziehen, dass Michael Büge aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Burschenschaft Gothia entlassen wird.“

 

Kommentar: rechte Buxen werden den geschassten Staatssekretär-Burschenschafter für ihre Botschaft „Wir Burschenschafter sind Opfer“ vermutlich zu vereinnahmen versuchen. Aber Büge hatte bereits vor längerem deutlich gemacht: „Ich distanziere mich ausdrücklich von rechtsextremem Gedankengut und lasse mich nicht in diese Ecke stellen“ (Gespräch für die Welt). Laut einem Kommentar hier im Blog habe Büge an Aktivitäten gegen rechte Buxen teilgenommen. Auch hat Büge im letzten Jahr auch einen offenen Brief von 600 Burschenschaftern unterzeichnet, in dem diese die Absetzung des umstrittenen damaligen Chefredakteurs der Dt. Burschenschaft forderten. Es ist also zu vermuten, dass sich Büge nicht von rechten Buxen vereinnahmen lässt.

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