Teutonia und Olympia sind wann im Verfassungsschutzbericht? SPÖ stellt parlamentarische Anfrage zu Burschenschaften

buschenschafter packt ausDie Geschäftsführerin und Abgeordnete der SPÖ, Laura Rudas, hat in einer parlamentarischen Anfrage an die österreichische Bundesregierung angefragt, weshalb Burschenschaften bzw. deren Veranstaltungen seit dem Jahr 2000 nicht mehr im Verfassungsschutzbericht ständen.

Sie erläutert ihre Anfrage: „Das burschenschaftliche Umfeld gehört zu den etabliertesten Strukturen in Österreich, die deutschnationalen Studentenverbindungen sind zudem mit Gruppierungen in Deutschland und Italien gut vernetzt und haben teilweise internationale Kontakte zu rechtsextremen „Persönlichkeiten“. S0 hat die Burschenschaft Olympia beispielsweise zu einer ihrer Veranstaltungen den selbsternannten „Rassenforscher“ Philipp Rushton eingeladen, die Danubia den Holocaust-Leugner Horst Mahler sowie Jürgen Schwab, den ehemaligen NPD-Ideologen, die Arminia Czernowitz den Antisemiten Richard Melisch. Die Teutonia ist in einem Kartell mit der Danubia München, die den Neonazi Christoph Schult nach einer rassistischen Gewalttat vor der Polizei versteckt hat. Trotz dieser beunruhigenden Vorkommnisse und Verstrickungen finden sich Burschenschaften verwunderlicherweise nicht mehr im aktuellen Verfassungsschutzbericht oder in denen der letzten Jahre. Blickt man zurück, so wurde bis 1999 noch über rechtsextreme Veranstaltungen wie das Ulrichbergstreffen berichtet, ab diesem Zeitpunkt fehlt jegliche explizite Erwähnung von Burschenschaften.“ (Anfrage, 10. April 2013: Infoklick.)

„Die Burschenschaften Teutonia, Olympia und Arminia Czernowitz pflegen enge Verbindungen zu
Burschenschaften in Deutschland, die dort klar im Verfassungsschutzbericht als rechtsextrem bezeichnet werden. Die Burschenschaften sind vielleicht klein in der Anzahl ihrer Mitglieder, haben aber in Österreich einen überproportionalen Einfluss. Gerade deswegen gehören ihre Verbindungen zu Gruppierungen,

die etwa auch im Verdacht stehen, die NSU unterstützt zu haben, genauestens geprüft und aufgezeigt“, ergänzte Rudas in einer Pressemitteilung.


——— Weiterführende Informationen —–

In Deutschland wird aktuell Danubia München im neuen bayr. Verfassungsschutzbericht aufgeführt: als „rechtsextremistische Organisation“

Bereits 1996 veröffentlichte NPD-Chefideologe Jürgen Schwab das Konzept, wie und warum die ganz Rechte besonders Burschenschaften verstärkt für sich nutzen sollte. Sollten auch Verfassungsschützer mal gelesen haben.

Olympia Wien hat eine bewegte rechte Geschichte, bis hin zum Verbot. Heute stellt sie einen Präsidenten des Parlamentes und Abgeordnete. Hier ein Ausschnitt aus 44 Jahren (von Profil).

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