Emotionale Diskussion um Südtirol-Attentäter und Burschenschafter im Blog BPA: Freiheitskämpfer oder Terrroristen?

buschenschafter packt ausAuch Jahrzehnte nach Anschlägen und Morden in Südtirol kochen die Emotionen von Burschenschaftern und anderen Korporierten bei diesem Thema hoch. Hier im Blog Burschenschafterpacktaus wird eine Diskussion geführt, ob die Attentäter als Freiheitskämpfer oder als Terroristen zu bewerten sind.

Eine Übersicht zum Thema bietet der Wikipedia-Eintrag über den „Befreiungsausschuss Südtirol„.

Bilanz der Attentatsserie: „In den 32 Jahren der Unruhe vom 20. September 1956 bis zum 30. Oktober 1988 wurden 361 Attentate verübt. 21 Tote (15 Ordnungshüter, 2 Zivilisten und 4 Aktivisten) und 57 Verletzte (24 unter den italienischen Ordnungshütern, 33 Zivilisten) sind zu beklagen. Die Anschläge der 1980er Jahre sind nicht auf den BAS, sondern auf die Gruppe Ein Tirol zurückzuführen. Die italienische Gerichtsbarkeit verurteilte 157 Personen: 103 Südtiroler, 40 Österreicher und 14 Deutsche.“ (Wikipedia)

Burschenschafter waren an Taten in Südtirol beteiligt. Darunter Alte Herren, die heute noch in „Frieden“ ihr Bierchen oder Vodka schlürfen. Alte Herren aus Deutschland und Österreich, die auch heute noch sehr aktiv sind. Alte Herren, die sich in Networking und Finanzierungsfragen der Bewegung sehr rege zeigen.

Hier kommen Sie zur Diskussion mit aktuell ca. 20 Beiträgen über die Südtirol-Anschläge: Infoklick.

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6 Antworten zu “Emotionale Diskussion um Südtirol-Attentäter und Burschenschafter im Blog BPA: Freiheitskämpfer oder Terrroristen?

  1. Wieso „emotionale“ Diskussion. Ich habe dargelegt, daß Carabinieri gefoltert haben. Das ist kein Werturteil, sondern Tatsache. Wenn Burschenschafter sich am Freiheitskampf beteiligt haben, verbunden mit dem Ziel, keinen Personenschaden zu verursachen, dann kann dies doch nicht zu einer Generalverurteilung aller Burschenschafter führen. Am Freiheitskampf waren übrigens auch andere Korporierte beteiligt. Was will man daraus ableiten? Soll der Südtiroler Bauernbund Abbitte leisten, weil Bauern sich am Freiheitskampf beteiligt haben?
    Der Südtiroler Freiheitskampf hat in den 60er Jahren eine große Akzeptanz bei den (Süd-)Tirolern gehabt, er richtete sich gegen Unterdrückung durch ein Unrechtsregime, und sah Beeinträchtigungen der italienischen Infrastruktur vor. Ich spreche von den 60ern!!

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    • @turnerschafter

      Verstehe ich Sie richtig, dass Sie die Ansicht vertreten, dass Personen, die Bahnhöfe sprengen, wie es m.W. in vier Fällen geschah und Züge sprengen, wie es m.W. in einem Fall geschah, Personenschäden auch bei zivilen Opfern NICHT billigend in Kauf nehmen?

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    • Freiheitskämpfer oder Terroristen, nur eine Frage der Sichtweise? Wollte die RAF nicht Deutschland von dem befreien, was sie ablehnte?
      „Die RAF startete eine Offensive gegen die Kontinuität des Nazi-Nachfolgestaates, gegen eine autoritäre Gesellschaftsform, für eine andere soziale und kulturelle Realität.“

      Was unterscheidet die BAS qualitativ von der RAF? Die mörderischen Methoden jedenfalls nicht.

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  2. Das oberste Gebot der BAS war die Verschonung von Menschenleben, was bis zur Feuernacht 11./12. Juni 1961 der Fall war. Bis dahin sollen AUCH Korporierte beim BAS gewesen sein. Von später weiß ich nichts.
    Ein Vergleich von BAS und RAF entbehrt jeder Grundlage. Dazu muß man ja wohl nicht ernsthaft etwas sagen.

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    • @turnerschafter

      Die Aktionen wurden nach 1961 erst richtig brutal. Da waren vor allen die Sprengstoffattentate auf die Bahnhöfe mit zivilen Opfern darunter Kinder. Dafür wurden auch Burschenschafter, die heute noch Alte Herren sind, 1966 in Mailand zu Haftstrafen, teilweise in Abwesenheit verurteilt.

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      • Keine Frage, die Opfer sind völlig inakzeptabel.
        Dennoch bleibt es dabei, daß diese Sachen heute historisch einzuordnen sind. Ich sehe im Heranziehen dieser Ereignisse im Kampf gegen heutige Brownboys eine dramatische Aufwertung letzterer. Und das haben Mr. Spon & Co. absolut nicht verdient.

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