Germania Hamburg stemmt sich gegen Auflösung der Burschenschaftlichen Gemeinschaft/ZEIT-Blog

logo-burschenschafter-gegen-neonazisNachdem am Vormittag des 6.4. in Hamburg erst ein Pressefotograf vor einem Burschenschafterhaus von einem „NPD-Kandidaten“ attackiert wurde, dann im Haus Schüler zum Säbel griffen, traf sich noch am Nachmittag die Burschenschaftliche Gemeinschaft bei Germania Hamburg zu einer „Strategiesitzung“, wie der ZEIT-Blog berichtet. ZEIT schreibt, dass es innerhalb „des völkischen Kartells“ Überlegungen gäbe, die BG aufzulösen. Ursache sei der „politische Schaden für den Dachverband DB“. Eine Burschenschaft, die Vorsitzende der BG Germania Hamburg, würde sich der Auflösung entgegenstellen. Sie wolle „den rechten Kampfverband unbedingt erhalten und weiterhin gegen „widernatürlichen Zeitgeist“ und „Überfremdung“ kämpfen.“ Die BG sei 1961 gegründet worden, um eine Aufnahme der österreichischen Burschenschaften zu ermöglichen, was 1971 erreicht worden sei. Weiter berichtet ZEIT, die BG hätte sich bei Germania Hamburg getroffen, um sich auch auf den kommenden Burschentag in Eisenach vorzubereiten. Dort solle entgültig entschieden werden, „wie das Prinzip des „volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff“ definiert werden soll, sprich ob ein Neumitglied arischer Herkunft sein muss.“ … weiter bei ZEIT-Blog Störungsmelder im Artikel „Braune Pennäler und arische Akademiker„.

Etwa 60 Prozent der Burschenschaften in der BG sind österreichische Burschenschaften, etwa 40 Prozent sind deutsche Burschenschaften (Wikipedia). Bereits sechs Burschenschaften sind aus BG ausgetreten, darunter auch eine Österreichische.

Kommentar: der Gründungszweck ist mit Aufnahme der Österreicher ´71 erfolgreich umgesetzt. Daher wäre eine Auflösung nur konsequent. Auch taktisch wäre sie klug. Da manche liberale und konservative Buxen im Verband das mit dem „politischen Schaden“ genauso wie die ZEIT sehen könnten, würde man vielleicht mit der Auflösung für entspanntere Tagungen, geringere mediale Folgen für Liberale/Konservative sowie höhere Wahrscheinlichkeiten für einen Verbleib von Burschenschaften im Verband sorgen.

——- Weiterführende Artikel ———

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