Von Raczeks ins Erzgebirge: FPÖ-Bundesrat als Referent bei „rechtsextr. Lesertreffen“

buschenschafter packt aus„Hans-Jörg Jenewein ist bestens vernetzt im rechtsextremen Spektrum“, berichtet wieder Stopptdierechten: „Der Wiener Landesparteisekretär und Bundesrat ist Burschenschafter der Silesia und Mitglied des Vereins zur Pflege des Grabes von Walter Nowotny. Natürlich war er auch schon bei der neonazistischen AfP als Referent. Jetzt war er für ein Lesertreffen des rechtsextremen Munier-Verlags angekündigt.

Jenewein lässt sich gerne nach Deutschland einladen. Bei den Kameraden von Pro NRW wird er häufig gesichtet. Die schwindsüchtige rechtsextreme Truppe muntert er bei Neujahrsempfängen und bei anderen Aufmärschen gerne auf. Bei der schwer braunen Burschenschaft Raczeks in Bonn durfte er 2008 zum Thema „Islamisierung in Europa am Beispiel Österreichs“ referieren.

Jetzt ist er zu einem Lesertreffen des rechtsextremen Munier-Verlags ins Hotel Panorama in Oberwiesenthal (Erzgebirge)geladen (22.-24.3.), natürlich nicht als Leser, sondern als prominenter Referent. Der Glanz der FPÖ und der Funktionen zieht eben noch bei den Kameraden in Deutschland! ….Das Lesertreffen war von Pommersfelden nach Oberwiesenthal verlegt worden, weil das Hotel in Pommersfelden die rechtsextreme Versammlung ausgeladen hatte….“ weiter bei Stopptdierechten.at im Artikel „FPÖ zu Gast bei rechtsextremen Lesertreffen“

Gegen das Treffen begehren die „Bürgerinnen und Bürger gegen extreme Rechte“ auf. Laut ihrem Blog informierte am 22.3. „die Kripo das Hotel über die rechten Zusammenhänge.“ Das Hotel als Veranstaltungsort sieht sich getäuscht. Angestellte hätten freigenommen, weil sie keine „Rechten bedienen wollten“. „Wir haben einen großen Fehler gemacht“ und „Wir haben uns diese Si­tua­ti­on ein­ge­brockt, nun müs­sen wir sie aus­löf­feln. Vor einem hal­ben Jahr hat un­se­re Toch­ter, sie ist Ge­schäfts­füh­re­rin in dem zwei­ten Un­ter­neh­men, das wir in Ober­wie­sen­thal füh­ren … einen Wahl­kampf­bus der NPD vom Park­platz ver­wie­sen. Da­mals gab es wü­ten­de An­grif­fe auf uns“, schreibt das Hotel in einer Mail an den Blog.

Im Munier-Verlag erscheint auch die Zeitschrift „Zuerst“, die „als dem rechtsextremen Spektrum zugehörig“ gilt. Deren Chefredakteur ist Manuel Ochsenreiter, Berliner Burschenschaft der Märker, der auch schon mal in einem Artikel über die Dt. Burschenschaft mit dem Titel „Spaltung abgewendet“ die Junge Freiheit und deren Chefredakteur Dieter Stein kritisiert, weil diese als „medialer Bündnisbparter“ für „rechtskonservative Bünde“ verloren gegangen sei.

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Eine Antwort zu “Von Raczeks ins Erzgebirge: FPÖ-Bundesrat als Referent bei „rechtsextr. Lesertreffen“

  1. Zu Manuel Ochsenreiter und seiner Kritik an der Jungen Freiheit: Ochsenreiter hat früher für die JF gearbeitet, ganz im Guten scheint man nicht auseinander gegangen zu sein. Dann gibt es noch eine zweite Bruchstelle: die Haltung zum Nationalsozialismus und Adolf Hitler. Die der Jungen Freiheit ist eindeutig, wie man z.B. am posiven Bekenntnis zum 20. Juli sieht. Ochsenreiter ist radikaler, er sieht den 20. Juli eher kritisch. So wie auch braune Gesinnungsgenossen aus einer Bonner Burschenschaft. Am Beispiel Munier-Verlag / Junge Freiheit kann man sehr gut die Bruchkante zwischen Nazifreunden und demokratischer Rechte mit klarem Stand auf den Werten des Grundgesetzes sehen. Entsprechend lassen sich Pro-NRW oder die Bonner Burschen der demokratischen Rechten nicht zuordnen.

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