Fuldaer Forum lud ein zu: „Burschenschaftliche Gemeinschaft führt Selbstgespräche“ (Stopptdierechten)

buschenschafter packt ausBisher agierte eine offensichtlich recht neue burschenschaftliche Kooperation mit Namen Fuldaer Forum unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle. Das ändert das Portal Stopptdierechten jetzt mit vielen Details. Beispielsweise veröffentlicht StopptdieRechten (SDR) im Artikel „Burschenschaftliche Gemeinschaft führt Selbstgespräche“, beim ersten Treffen von 15 Burschenschaften wären 6 „der BG zuzurechnende“ Bünde „aufmarschiert“. Mehr hier in Auszügen und Zitaten:

Krise – die Ausgangslage in der Dt. Burschenschaft aus Sicht von SDR:

„Auslöser für die Krise ist der seit Jahren schwelende Konflikt zwischen gemäßigten und deutlich rechtsextremen Bünden. Letztere sind vor allem in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) organisiert, in der wiederum die österreichischen (deutschen) Burschenschaften den Ton angeben. … Innerhalb der DB bildet die BG faktisch eine Fraktion, den „braunen Block“ (Die Zeit). Mit rund 40 Bünden ist die BG fast mehrheitsfähig und hat in den letzten Jahren die wichtigsten Verbandspositionen besetzt. Beim außerordentlichen Burschentag im November 2012 wurde die schwer rechte Wiener Burschenschaft Teutonia sogar zur vorsitzenden Burschenschaft gewählt. Die BG und ihre Bünde sind der Motor der rechtsextremen Entwicklung innerhalb der DB und damit auch der Austrittsbewegung. Die BG ist (mit) die Ursache für die Krise und die Auflösungstendenzen innerhalb der DB und nicht die Lösung!“

Intention des Fuldaer Forums – so wie es SDR bewertet:

„Am Anfang war die Sorge um den Fortbestand. Die hat einen „Alten Herren“ noch einmal so richtig auf Touren gebracht. In einem Rundbrief versuchte er, die noch verbliebenen Bünde der Deutschen Burschenschaft (DB) zu mobilisieren, um die „inneren Spannungen“ zu lindern. Der Alte Herr wollte ein Verfahren finden, mit dem “ein weiteres Schrumpfen“ verhindert werden kann. Das Rezept – Spannungsabbau durch Gespräch – dürfte wegen der Kontraindikation Rechtsextremismus scheitern. …. Mit den Rundschreiben vom 15.2. lud er nicht nur Mitgliedsbünde der DB zu einem offensichtlich schon gut vorbereitetem „Fuldaer Forum“ am 8.3., sondern richtete seine Einladung auch an die vorsitzende Burschenschaft Teutonia und an die Burschenschaftliche Gemeinschaft. …
Im Schreiben an die BG erklärte er den Zweck des „Fuldaer Forums“: „Es soll (…..) der Versuch gemacht werden, ein neues Forum zu schaffen, welches Gesprächspartner der burschenschaftlichen Gemeinschaft sein kann“.
Noch deutlicher wird der Alte Herr an anderer Stelle: „Ich begreife deshalb ein solches Gespräch auch als Chance für die burschenschaftliche Gemeinschaft hier im Vorfeld des Burschentages einen neuen Gesprächspartner zu erhalten, welcher an einem Konsens für den nächsten Burschentag mit wirkt“. … Am 8. März trafen sich Vertreter von 15 Burschenschaften der DB in Fulda, um über die anhaltende Krise der DB und Auswege aus dem fortdauernden Schrumpfungsprozess zu beraten. „

Die mutmaßliche Realität des Fuldaer Forums aus SDR-Sicht:

„Eine – neue – Chance für den „braunen Block“? Die ließ sich die BG natürlich nicht entgehen und marschierte beim sonst eher dürftig besetzten „Fuldaer Forum“ auf. Von 15 erschienenen Bünden sind 6 der BG zuzurechnen: Germania Hamburg, Thessalia Prag aus Bayreuth, Teutonia Wien, Brixia Innsbruck, Cheruskia Graz und Arminia Czernowitz Linz. …

Ziel dieses Forums soll sein „die Organisation und Förderung der Verständigung der Bünde innerhalb der Deutschen Burschenschaft auf der Basis der geltenden Verfassung der DB in ihrer ganzen Breite“.
Dazu wird die Burschenschaftliche Gemeinschaft auch noch ganz devot „gebeten, die Verlautbarungen des Fuldaer Forums innerhalb der Burschenschaftlichen Gemeinschaft weiter zu publizieren“.“

Als weitere Teilnehmer nennt SDR  noch Oberösterreicher Germanen, Normannia Nibelungia Bielefeld und Teutonia Freiburg.

Wie bewerten die Experten von Stopptdierechten die Aussichten des Fuldaer Forums:

„Die Burschis von der BG werden sich darüber wohl einen Ast ablachen. In einer Phase, wo es innerhalb der DB scheinbar keine organisierte Gegenbewegung gegen die BG mehr gibt, bieten sich einige Alte Herren als Gesprächspartner für die BG an, gründen ein Forum, in dem die BG fast schon die Mehrheit hat, und hoffen auf (Selbst-)Gespräche!“

.. weitere Details bei Stopptdierechten

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