Marke Burschenschaft: TLZ-Interview zu Zielen der Bonner Märzgespräche

marke-burschenschaftIn der Thüringer Landeszeitung gibt der Sprecher der Bonner Märzgespräche, Peter Gelbach von der Bonner Burschenschaft Marchia, Einblick in Details des Treffens von 110 Buxen aus 41 Bünden am letzen Wochenende: „Wir wollen die Marke Burschenschaft wieder zu dem machen, was sie früher einmal war.“ Zwei Ziele würden angestrebt, so der Burschenschafter aus Bonn: „Wir wollen zu unseren Kernthemen zurück und hochschulpolitische Themen bearbeiten.“ Zweitens gehe es darum, sich wieder stärker in der Gesellschaft zu engagieren und Verantwortung für soziale Projekte vor Ort zu tragen. Ein möglicher neuer Verband, der aus jenen bestehe, die mit der DB gebrochen haben, werde sich aber nicht als „Konkurrenzverband zur Deutschen Burschenschaft sehen“. … weiter im Artikel „Zurück zu den Wurzeln: Burschenschaften wollen neuen Verband gründen“ in der Thüringischen Landeszeitung.

Andere Ziele meinte die Burschenschaft mit „Scharnierfunktion zur extremen Rechten“ zu erkennen – in einem Kommentar auf ihrer Facebook-Seite zum Welt-Artikel über die Märzgespräche: „Dünnbünde treffen sich in Bonn zum gemeinsamen Jammern. Mal sehen, wieviele Milchbubis dann heute Abend wieder bei uns vor der Tür stehen, um „mal da gewesen“ zu sein.“

Der Twitteraccount @burschenschaft verlinkt den TLZ-Artikel mit dem Zitat: „Keine Konkurrenz zur Deutschen Burschenschaft.“

Kommentar: Die Bonner Märzgespräche scheinen Manchen Sorgen zu machen, auch wenn sie öffentlich genau das Gegenteil propagieren. Kein Wunder: haben sie doch neben Austritten, einbrechender Strukturen, Budget-Herausforderungen, Initiative „Burschenschafter gegen Neonazis“, medialer Aufklärungswelle, Maulwürfen und und und mit den Märzgesprächen nun eine weitere permanente Problemzone.

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2 Antworten zu “Marke Burschenschaft: TLZ-Interview zu Zielen der Bonner Märzgespräche

  1. Wie naiv muss mann sein zu glauben, dass irgendjemand in der Republik unterscheidet … es gibt keine guten oder bösen Burschenschaftler, sondern nur Revanchisten, Machovereine oder ewig gestrige … die Corps, Turner etc. können davon ein Lied singen … Marke Burschenschaft, selten so gelacht, ein letztes Aufbäumen mehr nicht …

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    • Ich habe das Gefühl, dass die Berichterstattung der letzten Zeit erfreulich differenziert ist. Vielleicht ist dieses „Wir Armen werden doch eh alle über einen Kamm geschert“ doch auch nur ein Vorwand, um das eigene Handeln nicht zu hinterfragen oder zu ändern.

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