Fuldaer Forum: Neuausrichtung und Stärkung der Dt. Burschenschaft?

logo-debeadeEin Burschenschafter hält noch zur Deutschen Burschenschaft. Er will die DB retten, wie der Freiburger Asta in einer Pressemitteilung berichtet, und veranstaltet dazu in Fulda ein Forum. Der Dachverband solle dabei  „wieder neu ausgerichtet und gestärkt werden“ analysiert der Asta. Der Asta kritisiert, dass die Burschenschaft des Veranstalters der Deutsche Burschenschaft nicht „den Rücken“ zukehrt, sondern sie „politisch untermauern und strategisch neu ausrichten“ möchte.

Kommentar: Der Drops ist gelutscht, sorry Fulda. Ehemalige DB-nun-Reform-Burschenschaften sind wie demokratische Dieselmotoren. Bis sie auf Touren sind, das dauert eine Weile. Sind sie erst auf Touren, dann sind sie nicht mehr zu stoppen. Das zeigen der Gegen-Burschentag – die Bonner Märzgespräche – und der Exodus der ersten 20 Burschenschaften.

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2 Antworten zu “Fuldaer Forum: Neuausrichtung und Stärkung der Dt. Burschenschaft?

  1. Ich denke, Sie haben Recht, dass Fulda nichts bringen wird. Seitens der politisch Radikalen wird es Ruhe geben. Aber die Kraft, die NPD konsequent aus der Deutschen Burschenschaft rauszuwerfen, wird auch ein Bündnis der „Fuldaerianer“ mit den gemäßigten Kräften in der BG (die dort vielleicht sogar die Mehrheit haben, sich aber nicht durchsetzen können) nach meiner Einschätzung kaum schaffen. Wenn es gelingen sollte, für den nächsten Burschentag einen entsprechenden Antrag nicht nur einzubringen, sondern auch zu verabschieden, würde ich meine Meinung allerdings revidieren.

    Zu den „Fuldaerianern“ muss man sagen, dass es Idealisten sind, die aber nicht genau blicken in welchem Umfeld sie sich bewegen.

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  2. Die ausgetretenen Bünder werden sich sehr überlegen müssen, ob und wie sie einen neuen Verband gründen wollen, oder einem bestehenden wie z.B. der NDB beitreten. Denn, erst eimal die Verbandsfreiheit erreicht, stellen sich alsbald die Vorteile dieses Zustands ein, andererseits werden die großen Nachteile eines Verbands a la „DB“ offensichtlich. Die Frage stellt sich nämlich sofort: welche Vorteile bietet ein Verband dem Einzelbund, Klartext eine Kosten-Nutzenanalyse. Die sieht für studentische Verbände sehr ungünstig aus: überflüssige Tagungen, sinnentleerte Tagesordnungen auf „Burschentagen“ mit nachfogendem Geschwätz, alles mit Kosten, Bürokratie und Energie verbunden. Am schwerwiegendsten sind jedoch die Kosten für die Altherrenkasse, die an den „Dachverband“ abgeführt werden müssen, Gelder, die wesentlich nutzbringender für die Erhaltung/Modernisierung des eigenen Hauses eingesetzt werden können oder zu Vergabe von Studienstipendien an Aktive. Vorteile einer Verbandsmitgliedschaft waren in den Jahrzehnten mit der „DB“ nicht zu erkennen oder eher zufällig.
    Die Zeiten dieser „Traditionsverbände“ dürfte vorbei sein (mag sein, dass Kösener, Weinheimer, Katholen das noch anders sehen), der Typ „DB“ mit politischem Prinzip und Mandat hat ausgespielt. Schon die Keilarbeit spricht dagegen.

    Meine Burschenschaft ist 1996 mit Krach aus der „DB“ ausgeschieden und lebt jetzt mit 25 – 30 Aktiven vorzüglich in seiner Hochschulstadt, unter Beibehaltung der Traditionen, Pflichtmensuren, etc. Verband? Der müsste erst einmal erfunden werden.

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