Bonner Märzgespräche der Reformer vs. Eisenacher Burschentag der Rechten – neue Burschenschafter-Veranstaltung

marke-burschenschaftIn Eisenach treffe sich ungefähr nur noch die Hälfte aller deutschen Burschenschaften, zitiert die Stuttgarter Burschenschaft Ghibellinia ein Einladungsschreiben zu den Bonner Märzgesprächen für Burschenschaften. Der anderen Hälfte fehle bisher eine regelmäßige Plattform mit gleich gesinnten Bünden. Daher hätten die Jenaer Urburschenschaften als Veranstaltung den bereits fünfmal durchgeführten „Arbeitskreis Jenaer Deutschlandgespräche“ eingerichtet, bei der sich Burschenschafter austauschen konnten. Im April 2012 hätte sich dabei die Idee der Bonner Märzgespräche entwickelt, die nun ab 15. März 2013 realisiert werde. Ziel der Bonner Veranstaltung sei es, „für alle Burschenschaften eine attraktive Veranstaltung zu finden, um einen Austausch zwischen den Burschenschaften zu ermöglichen“. Bei ihr soll der „Kontakt zu anderen Burschenschaftern ermöglicht und verbessert“ werden. Ausserdem „soll gezielt gearbeitet werden, um die aktuelle burschenschaftliche Situation … zum Positiven zu verändern.“ „Herzstück der Märzgespräche“ würden Arbeitskreise sein, um z.B. „Vorschläge zu sammeln für die Gestaltung eines neuen Zusammenschlusses“ oder sich mit „burschenschaftlicher Realpolitik“ zu beschäftigen. Die Bonner Veranstaltung solle der Auftakt für jährlich stattfindende Treffen sein, deren ausrichtender Hochschulort bei jedem Treffen bestimmt werde.

Kommentar: 1848 war ein wesentliches Ziel der von Burschenschaftern getragenen Märzrevolution die Überwindung der Restaurationspolitik, die die Zeit seit dem Wiener Kongress 1815 geprägt hatte. 165 Jahre später müssen die Buxen die Restauration in den rechten Teilen der eigenen Szene überwinden. In Bonn schmieden die Reformer hoffentlich an der burschenschaftlichen Zukunft, während sich danach in Eisenach die schrumpfenden Rechten mit Pflichtschlagen für alle, völkischen Aufnahmekriterien und anderen Retroideen im Kreis rechtsherum drehen und dabei handlungsunfähig auf der Stelle stehen.

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