„Raczeks mit Scharnierfunktion zur extremen Rechten“: Analyse des NS-Dokzentrums der Stadt Köln über Bonner Burschenschaft

logo-burschenschafter-gegen-neonazisIm Bericht „Jahresrückblick 2012: Die extreme Rechte im Regierungsbezirk Köln“ sowie dem Vor-Ort-Bericht sind auch die Deutsche Burschenschaft und die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks erwähnt. Herausgegeben wird der Bericht sowie die Vor-Ort-Analysen von der „ibs – Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln“ sowie der „mbr – Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln.“

Die DB wird eindeutig analysiert: „Nicht unbeachtet bleiben sollten die vielen weiteren Ereignisse im Bereich der organisierten extremen Rechten im Regierungsbezirk, von denen die Festnahme des Moderators des Thiazi-Forums (eine der wichtigsten neonazistischen Internetplattformen) oder die Auseinandersetzungen innerhalb des Verbandes „Deutsche Burschenschaft“ (eine der tonangebenden Verbindungen des rechten Flügels kommt aus Bonn) nur beispielhaft erwähnt seien.“

Die Raczeks werden noch genauer analysiert: „Obwohl es in Bonn lange Zeit keine öffentlich in Erscheinung tretende „Freie Kameradschaft“ gab, ließen sich bereits in den Jahren vor 2010 Aktivitäten aus diesem Spektrum feststellen. Das hauptsächlich vom nördlichen Rheinland-Pfalz aus agierende „Aktionsbüro Mittelrhein“ (ABM) nahm immer wieder Bezug auf Bonn und war dort bis zum 13. März 2012 aktiv. Einige Bonner Neonazi-Aktivisten fühlten sich dem ABM zugehörig, unter ihnen auch ein bis mindestens Ende 2011 aktives Mitglied „Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“, deren Akteure seit Jahren immer wieder durch Kontakte zum Spektrum der extremen Rechten auf sich aufmerksam machen und der eine Art Scharnierfunktion zwischen konservativer und extremer Rechter zugeschrieben werden kann. Das von der Koblenzer Staatsanwaltschaft als „kriminelle Vereinigung“ geführte und aktuell inaktive ABM war ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit der neonazistischen Szene über Bundesländergrenzen hinweg. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag in Rheinland-Pfalz, dort waren auch ihre führenden Köpfe zu verorten. Aktivitäten waren insbesondere im Rhein-Ahr Kreis festzustellen. Jedoch erstreckte sich der Aktionsradius von Koblenz über Bonn bis in nördliche und östliche NRW-Regionen.“

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