Hitlers Büroleiter: Burschenschafter-Karrieren im Dritten Reich

Spiegel.de schreibt, dass der KZ-Arzt Aribert Heim für tot erklärt wurde (Link). Ihm wird immer wieder zugeschrieben, dass er Korporierter war, u.a. wegen einer Gesichtsnarbe an einer aber eher untypischen Stelle.

Doch das Kapitel Burschenschafter-Karrieren im Dritten Reich ist eines Blickes wert:

Leiter des Konzentrationslagers Treblinka
Irmfried Eberl
Burschenschaft Germania Innsbruck
Info http://de.wikipedia.org/wiki/Irmfried_Eberl

Reichsführer SS
Heinrich Himmler
Schwarze Verbindung Apollo München, aufgegangen in Burschenschaft Franco-Bavaria München
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Himmler

Büroleiter von Adolf Hitler
Otto Meißner
Straßburger Burschenschaft Germania
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Meissner

Leiter Reichssicherheitshauptamt
Ernst Kaltenbrunner
Burschenschaft Arminia Graz
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Kaltenbrunner

SS-Obersturmbannführer
Otto Skorzeny
Burschenschaft Markomannia zu Wien
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Skorzeny

General der Panzertruppe
Karl Mauss
Burschenschaft Germania Hamburg
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Mauss

SS-Obersturmbannführer
Helmut Hörstmann
Burschenschaft Teutonia Zürich
Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_H%C3%B6rstmann

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6 Antworten zu “Hitlers Büroleiter: Burschenschafter-Karrieren im Dritten Reich

  1. Was Otto Meißner betrifft: der leitete das Büro des Reichspräsidenten auch schon unter Friedrich Ebert, war aber meine ich nicht in der Partei o.ä.

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  2. Ihr seid so schändlich! Und wie viele Burschenschafter haben sich bis heute für die Freiheit eingesetzt? Genauso, wie es heute Burschenschafter in der NPD wie auch in liberalen Parteien gibt, so gab es das auch damals schon. Das hat überhaupt nichts mit einer Burschenschaft zu tun, sondern mit einer persönlichen Einstellung, dem Weltbild oder manchmal auch nur mit der beruflichen / militärischen Karriere.

    War zum Beispiel auch Robert Bernardis (1908-1944) Burschenschafter bei der Würzburger Burschenschaft Arminia. Er war als österreichischer Offizier mit führender Position im Widerstand; seit Frühjahr 1944 in alle Umsturzpläne um Claus Graf Schenk von Stauffenberg eingeweiht, sollte im Wehrkreis XVII (Wien) den Umsturz vorbereiten, übernahm am 20. Juli 1944 die Weitergabe der „Walküre“-Befehle an die Wehrkreiskommandos, die den Aufstand des Ersatzheeres einleiten sollten; am 8. August 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

    Wie ihr seht, hat das also nichts zwingend mit der Mitgliedschaft in einer Burschenschaft zu tun, ihr Hetzer!

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    • Die noch relativ unbekannten Taten von Burschenschaftern als NS-Sympathisanten oder NS-Mörder genauso wie als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime sind sicherlich ein historisches Kapitel, mit dem sich Burschenschaften zukünftig verstärkt beschäftigen müssen.
      Ein gutes Beispiel von Arminia Marburg: ihr Bundesbruder Kurt Heißmeyer war KZ-Arzt in Neuengamme und für seine Menschenversuche gefürchtet. Er wurde nach dem Krieg zu lebenslanger Haft verurteilt. Arminia hat ihn 2001 posthum aus der Burschenschaft ausgeschlossen. (Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Hei%C3%9Fmeyer)

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      • Arminias Streichung in 2001 empfinde ich als lächerlich. Die haben sich der historischen Diskussion erst gestellt, als Zeitzeugen nicht mehr an ihr teilnehmen konnten. Dann ist doch eher der Umgang von PC Apollo mit Heinrich Himmler beispielhaft, die ihn gleich nach dem Krieg gestrichen haben.

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  3. Ach ist das mutig….
    Genauso „mutig“ wie die Schändung von jüdischen Friedhöfen. Man rächt sich an den Toten.
    Ist das irgendwie besser als NW s posthume Leichenschändung an einem ermordeten evangeischen Pfarrer

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