Wingolf distanziert sich von rechtsextremen Burschenschaftern

http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/2012/08/27/studenten-in-couleur-zeigen-flagge-gegen-rechts/

Mitteldeutsche Kirchenzeitungen, Glaube + Heimat, Der Sonntag (wichtige kirchliche Medien)

Studenten in Couleur zeigen Flagge gegen Rechts

Vorgestellt: Der Hallenser Wingolf als christliche Studentenverbindung grenzt sich von rechtsextremen Burschenschaftlern ab

Auszüge:

Angesichts der Diskussionen um rechtsextreme Tendenzen in Burschenschaften ärgert es ihn und seine Farbenbrüder, dass öffentlich kaum differenziert wird. Dass von den etwa 1000 Studentenverbindungen in Deutschland nur etwa 140 Burschenschaften sind, ist ein solcher, freilich meist unbekannter Fakt. Dass sich die Burschenschaften im Gegensatz zu den Verbindungen ausdrücklich auch als politisch verstehen, ein anderer. Doch mit der Halle-Leobener Germania als der einzigen in Halle ansässigen Burschenschaft haben die Wingolfiten keinen Kontakt. Im Gegenteil: »Wir haben ein Haus- und Verkehrsverbot verhängt«, so Dennis Wischnewski.

Klare Abgrenzung gegen rechte Burschenschaften

Praktisch heißt dass, dass nicht nur keine Besuche stattfinden dürfen. Auch wenn andere Verbindungen einladen, müssen sich diese zwischen dem Hallenser Wingolf oder der Halle-Leobener entscheiden. »Auslöser dafür war, dass bekannt wurde, dass Burschenschafter im NPD-Jugendverband aktiv waren«, so Wischnewski.

Für die Wingolfiten ist klar: Trotz konservativer Grundansichten, trotz des Festhaltens an studentischen Traditionen und einem generationenübergreifenden Netzwerk – es ist vor allem der selbst erklärte Anspruch, auch staatsbürgerlich bildend und weltoffen wirken zu wollen. Aussagen, wie sie der Chefredakteur der »Neuen Burschenschaftlichen Blätter«, Norbert Weidner, getroffen hat, wonach Dietrich Bonhoeffer ein Landesverräter gewesen sei – für die Verbindungsstudenten unvorstellbar und nicht ansatzweise akzeptabel.

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