Becker geht aufn Senkel: Bonner Ausschlussantrag für 15. September

Auf der ausserordentlichen Mitgliederversammlung werden die Mitglieder der Bonner Burschenschaft ihr Mitglied Christian J. Becker am 15. September ab 13 Uhr hst endlich ausschließen. Und dann ist endlich Ruhe vom Querulanten (Hinweis: falsch gedacht, lieber Bonner. Wir haben uns in den letzten Monaten gerade warm gelaufen. Jetzt geht es bald ans Eingemachte in Bonn)

Und eine kleine juristische Nachhilfe: der Ausschluss ist auf einer ausserordentlichen Versammlung ist verfahrensjuristisch stark angreifbar.

Das ist die Stimmungslage in Bonn aus satirischer Sicht (noch herrscht in Bonn das Grundgesetz, meine Herren):

Der querulantigen Buxen Becker soll bald rausgeschmissen werden, weil er über angebliche rechtsextreme Burschenschafter in deutschburschenschaftlichen Reihen schreibt und spricht. Sprecher über Braune sind unbundesbrüderlich und verstoßen gegen die Satzung. Basta. Der geht echt auf den Senkel. Ein Vorstand hat sich vor kurzem schon niedergelegt. So viel Nachschub haben wir nicht. Der Querulant muss weg. Egal wie. Aber es muss demokratisch aussehen. Sonst kriegt man vor Gericht wieder eins auf den Schlesier.

Und das hier sind die Anklagepunkte aus Bonn (pro forma weisen wir auf das Spiegel-taz-Urteil etc. pp. hin). Kein satirischer Text, sondern Originaltext:

„Die unterzeichnenden Mitglieder beantragen: Die Mitgliederversammlung möge beschließen:
„Christian J. Becker wird gemäß Satzung ausgeschlossen.“
Begründung:
Christian J. Becker hat in grober Weise gegen seine Pflicht (Förderung des Vereinszwecks) verstoßen.
Der Vereinszweck besteht unter anderem in
–  der Pflicht zur ideellen und materiellen Unterstützung der Aktivitas  und
–  zur Förderung des bundesbrüderlichen Zusammenhaltes
Christian J. Becker hat ferner in grober Weise gegen allgemeingültige Verhaltensregeln  verstoßen. 
Die Verstöße geschahen, indem Christian J. Becker
–  bundesinternen E-Postverkehr, einschließlich der Namen und E-Postadressen sämtlicher beteiligter Bundesbrüder, den Journalisten Tilman Steffen („Zeit“, „taz“ u.a.), Florian Diekmann („Spiegel“) und Andreas Speit („Netz gegen Nazis“, „Blick nach rechts“, „Der rechte Rand“, „taz“, „Jungle World“, „Freitag“) in der Absicht zugänglich machte, dadurch eine negative Berichterstattung zu veranlassen oder zu fördern. Die Auswahl der Journalisten erfolgte dabei nach dem Kriterium ihrer durch vergangene Tätigkeit bewiesenen feindseligen Haltung gegenüber der Burschenschaft. 
Beleg: E-Mail von Christian J. Becker, die er im Prozess Weidner vs. Becker dem 
Gericht zugänglich gemacht hat („Hack-Mail“).
–  bundesinternen E-Postverkehr, einschließlich der Namen und E-Postadressen 
sämtlicher beteiligter Bundesbrüder, weiteren außerhalb der Bonner stehenden Personen, die für ihn als Zuträger oder Unterstützer tätig waren, oder die er für solche hielt, zugänglich gemacht hat.
–  Beleg: E-Mail von Christian J. Becker, die er im Prozess Weidner vs. Becker dem Gericht zugänglich gemacht hat („Hack-Mail“).
–  unter http://quovadisbuxe.blogspot.de/ einen Blog betreibt, auf dem er in hetzerischer Art und Weise und auch wahrheitswidrig agitiert und einzelne ihrer Mitglieder, darunter auch Aktive, öffentlich anprangert und verhöhnt und auf diese Weise das Ansehen und berufliche Fortkommen der betroffenen Bundesbrüder erheblich gefährdet und somit dem bundesbrüderlichen Zusammenhalt aktiv entgegen strebt.
–  unter http://twitter.com/quovadisbuxe gemeinsam mit M. ein Twitterkonto 
unterhält, welches dem vorgenannten Zwecke dient.
–  auf die oben genannte Art und Weise es insbesondere unternahm, Einfluß auf den 
Burschentag zu nehmen, um Bbr. Norbert Weidner um sein Amt als Schriftleiter der Burschenschaftlichen Blätter zu bringen und ihn dadurch persönlich und beruflich zu schädigen. Zum selben Zwecke wurden Verbandsbrüder in aufdringlicher und aggressiver Art und Weise den eigenen Zielen dienstbar zu machen gesucht, wobei Christian J. Becker, trotzdem er suspendiert ist, als Buxe auftrat.
–  den Oberbürgermeister von Eisenach, Presse und Parteien im Vorfeld des Burschentages kontaktierte und vor einer Teilnahme von Bbr. Weidner warnte und somit der Deutschen Burschenschaft erhebliche Probleme bei der Vorbereitung des Burschentages bereitete. 
Beleg: Beschwerdeschreiben der Vorsitzenden Burschenschaft vom 15. Mai 2012.
–  trotz rechtmäßiger Suspendierung als Festredner beim diesjährigen 
Stiftungsfest der Burschenschaft Marchia Bonn auftrat. 
Beleg: Zeugenaussagen von Teilnehmern.
–  trotz rechtmäßiger Suspendierung durch den Vorstand vor laufenden 
Fernsehkameras in Couleur als Bonner Buxe auftrat und Interviews gab.
–  bei vorgenannter Gelegenheit öffentlich die unwahre Behauptung aufstellte, ein 
Mitglied sei Mitglied der NPD.
–  mehrfach die unwahre Behauptung in den Medien verbreitete, die Bonner hätten 
„Arier“-anträge zum Burschentag 2011 gestellt, wodurch ein erheblicher erneuter 
Rufschaden entstanden ist.
–  die ordentliche Mitgliederversammlung über den Gesamtbundesverteiler als 
„Standgericht“ verunglimpfte. 
Beleg: E-Post von Christian J. Becker vom 31. Mai 2012.
–  die Mitgliederversammlung und den Bundesconvent über den 
Gesamtbundesverteiler als „Gesinnungsjustiz-Convente“ verunglimpfte. 
Beleg: E-Post von Christian J. Becker vom 09. Mai 2012.
–  unser Haus über den Gesamtbundesverteiler als „Haus einer Nazi-Kameradschaft“ 
verunglimpfte. 
Beleg: E-Post von Christian J. Becker vom 09. Mai 2012.
–  Die Tätigkeit des Vorstandes über den Gesamtbundesverteiler als „Gesinnungsjustiz 
des Vorstandes“ verunglimpfte.
Beleg: E-Post von Christian J. Becker vom 08. Mai 2012.

Kommentar: Jungs, wir sehen uns wieder vor der ordentlichen Gerichtsbarkeit.
Besorgt Euch schon mal große Sonnenbrillen und noch größere Schlesierausgaben.

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