Junge Freiheit lässt Landser-Wegner ohne Leine laufen – endlich Burschenschafter?

plakat-eisenach-aktuell-demokratie-ohne-schriftLange haben wir gewartet, gehofft. Es ist still um die Junge Freiheit geworden. Schade, denn sie hat schon den Anspruch, die Themen zu setzen. Das Buxenthema ist an ihr völlig vorbeigerauscht.

Aber halt. Warum halt.
Es gibt doch noch den Landser-Wegner (der Nils W. ist Landsmannschafter. Buxen nennen Landsmannschafter auch schon mal ironisch Landser, nicht böse gemeint).
Nils Wegner (Landsmannschaft Darmstadtia Gießen 2008, Landsmannschaft Mecklenburgia-Rostock zu Hamburg 2011) laut http://www.burschenschaftliche-blaetter.de/netzversion/detailansicht/meldung/402/die-verteidi.html und http://www.landsmannschaft-darmstadtia.de/index.php?option=com_content&view=category&id=1&layout=blog&Itemid=50

Der Landser durfte mal wieder ran: http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M523ed242931.0.html

Schon erstaunlich, dass so jemand bei der Jungen Freiheit veröffentlichen darf. Bisher dachten wir immer, dass sich die JF verstärkt von ganz Rechtsaussen abgrenzt. Schließlich sind die Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime bei der JF Helden. Daher verwundert uns die wiederholte Grenzüberschreitung durch solche Autoren wie Wegner doch sehr. Klar, dass die Grenzziehung nicht einfach ist. Aber der Wegner ist nicht gerade die feine Klinge, die den Tanz beherrscht. Das geht schon über die Grenze hinaus Richtung Rechtsaussen. Sehr weit. Unten einige Belege dazu.

Wes Geistes Kind Wegner ist, kann man hier lesen: http://www.hagalil.com/archiv/2009/06/23/gothic/

Auszüge: „Demgemäß kann man in der rechten Zeitung Junge Freiheit (JF) vom 12. Juni dieses Jahres lesen, dass in einem der neuen Lieder von ‘”EU-Sklaverei’” die Rede ist. Zudem wird davon gesprochen, dass die Liedtexte den “Lissabon-Vertrag” und “staatenübergreifende Probleme Europas” thematisieren.
Beim Lesen der Rezension mit dem Titel “Frustriert” wird schnell klar, dass der Rezensent Nils Wegner von Klumbs neuestem Werk durchweg begeistert ist. So richtig verwunderlich ist dies freilich nicht, denn die JF ist dafür bekannt, dass sie regelmäßig Brücken zum Rechtsextremismus schlägt. Wobei das Blatt dies selbstverständlich nicht zugeben würde. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Wegner darauf verzichtet, Klumb als Rechtsextremisten zu benennen oder gar ganz konkret dessen Sehnsucht nach einer nationalen Diktatur anzusprechen. Dafür wird Klumb als “Avantgardist” und “orthodoxe(r) Katholik” bezeichnet, was sowohl beschönigend als auch widersprüchlich anmutet.
Dabei scheint Wegner die öffentliche Diskussion um die Rechtslastigkeit des Künstlers durchaus bekannt zu sein, denn er schreibt, dass “Klumb von München aus seit nunmehr über zehn Jahren selbsternannte Gothic- und Dark-Wave-Experten sowie übereifrige ‘Gegen Rechts’-Mahner in Atem hält.” Ferner bringt Wegner seine fehlende Distanz zum Gedankengut Klumbs dadurch zum Ausdruck, dass er ihn gänzlich unkritisch zum Freiheitskämpfer stilisiert. Am Ende seiner Rezension bescheinigt er Klumb doch tatsächlich: “Noch nie vollführte er einen derart wuchtigen Rundumschlag gegen sowohl persönliche Gegner als auch die Feinde Europas – mithin die Feinde der Freiheit überall auf der Welt.”
Wegner wird auch hier genannt, wo es um  http://de.wikipedia.org/wiki/National_Socialist_Black_Metal geht, National Socialist Black Metal, abgekürzt NSBM (engl. ‚Nationalsozialistischer Black Metal‘) ist eine Bezeichnung für neonazistische Strömungen innerhalb der Black-Metal-Subkultur.

Vielleicht wäre er in einer Burschenschaft des passenden Spektrums besser aufgehoben?

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Eine Antwort zu “Junge Freiheit lässt Landser-Wegner ohne Leine laufen – endlich Burschenschafter?

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